Zum Inhalt springen
Ein griechischer Concept Store, in Thessaloniki und online.Besuch uns
Warenkorb0
← Das Journal

Plus 30 Journal · Kultur / Publizieren

Athen in kleinen Publikationen

Künstlerbücher, Fotobücher und Zines eröffnen einen anderen Zugang zur Stadt — im Tempo einer Seite.

Ein Leser blättert vor dicht gefüllten Regalen in einer Athener Buchhandlung in Büchern
Eine Athener Buchhandlung, fotografiert 2017. Ein Kontextbild des Leselebens der Stadt; es zeigt weder Void noch die Athens Art Book Fair. © Aris Sfakianakis katergaris. CC0 ↗

Ein kleines Buch kann eine ganze Sichtweise tragen. Sein Format verlangt, näher zu kommen. Die Reihenfolge seiner Bilder bestimmt, was einem zuerst begegnet und was am Ende bleibt. Papier, Faltung und Bindung wirken an der Erzählung mit. Lesen wird zu einer Erfahrung, die auch durch die Hände geht.

Die Athens Art Book Fair gibt dieser Szene einen gemeinsamen Treffpunkt. Die 2019 von Margarita Athanasiou und Michalis Pichler gegründete unabhängige, von Künstlern geleitete Initiative verbindet künstlerisches Publizieren in Griechenland mit verwandten Praktiken weltweit.

Publizieren als künstlerisches Medium

Die Messe beschreibt das Publizieren als eigenständiges Medium und heißt Künstler, Designer, Fotografen und Zine-Macher willkommen. Zu ihren erklärten Interessen gehören der Balkan und der östliche Mittelmeerraum. Athen erscheint in einem Netz des Austauschs, mit einer besonderen geografischen Lage und eigenen Wegen zu anderen Orten.

In diesem weiteren Umfeld arbeitet Void mit Fotobüchern, Design und Bildung. Seine Präsenz in Athen und internationale Kooperationen zeigen, wie Publizieren an einem Ort beginnen und Leser anderswo erreichen kann. Jedes Buch gibt dieser Reise eine andere körperliche Form. Das Foto zu diesem Artikel hält einen anderen Teil der Buchkultur der Stadt fest; es zeigt weder Void noch die Messe.

Unser Vorschlag: Wählen Sie eine Publikation, bei der Sie auf zwei oder drei Seiten verweilen möchten. Achten Sie darauf, wie Bilder aufeinandertreffen, wo eine Lücke entsteht und wann sich das Tempo verändert. Man muss keinen Stapel sammeln. Ein Buch, das man wieder aufschlägt, kann gerade deshalb eine persönliche Erinnerung an einen Ort werden, weil es ihn nicht auf eine sofort erkennbare Ansicht reduziert. Es trägt die Aufmerksamkeit eines anderen Menschen und lässt Raum für die eigene.